No News are good News.

Ich bin raus. Für mich ist Schluss.
Ich werde bewusst versuchen Nachrichten jeglicher Art zu meiden.
Weltpolitik, Weltfinanzen, Weltschmerz.

Ja, in der Welt passiert viel Scheiße. Und es betrifft uns alle. Irgendwie. Irgendwann.
Aber Scheiße passiert nunmal. Und das schon immer. Nur seit globalisierte Nachrichten-Redakteure es global in alle globalisierten Haushalte verbreiten, lese ich nur noch davon, wie krank, schlecht, böse, pleite, wütend, kaputt und zerstört die Welt doch überall ist.

Ehrlich gesagt, meine Damen und Herren Nachrichten-Fuzzis, Ihr und Eure „Schlagzeilen“ und Euer effektheischendes Gewäsch kotzen mich an. In den Industriestaaten wird gejammert und geklagt, was das Zeug hält. „Oh, wie arm wir doch alle werden. Diese gemeine und schreckliche Wirtschaftskrise. Wähhääää. Mami.“
Leckt mich doch am Arsch. Die, die immer noch dicke Goldkorinthen kacken, sollten besser die Klappe halten. Es gibt in der Tat Menschen, denen es dreckiger geht als Euch.

Außerdem: wem soll ich denn diesen ganzen Mist noch glauben?
Was stimmt denn noch?
Als hätte ich Lust und Laune meine sowieso schon kaum vorhandene Freizeit dafür zu verschwenden, mich umfassend zu „informieren“, um dann ein „gesundes“ Mittel aller Nachrichten- und Informationskanäle zu aggregieren. Ihr könnt mich mal.

Die Welt geht auch unter, wenn ich nicht informiert bin.

Und vor allem: Was nützt es mir denn, dass schon wieder ein Staat vor der Pleite steht, wenn wieder einmal ein Terrorist sich und zig andere Menschen in den Tod gerissen hat, wenn irgendwo eine Drecksseuche ausbricht, wenn wieder eine Ölpest die Küsten bedroht, wenn was weiß ich passiert.

Ändern kann ich kaum etwas. Ich kann es nur in meinem kleinen Rahmen tun.
Meine kleine Familie und ich können selbst zusehen, dass wir bewusst und im Einklang mit unserer Umgebung und Umwelt und den Menschen um uns herum leben. Das große Weltgeschehen kann ich nicht beeinflussen. Es passiert, ob wir wollen oder nicht. Ich kann es auch nicht ändern, wenn geldgeile Finanzsesselpupser unser Vertrauen und unser Geld verzocken und wir es dann alle ausbaden müssen. Ja, ich könnte auf die Barrikaden gehen und mich darüber ärgern. Doch was nützt es denn am Ende?
Im Ernst, die Karre ist doch sowieso in der Scheiße schon abgesoffen. Ob ich das weiß oder nicht, ändert auch nichts an den Tatsachen.

Ich bekomme höchstens ein Magengeschwür oder sorge mich darum, wie es in Zukunft für uns alle aussehen mag.
Ach, Scheiße. Keiner kann das wirklich wissen oder ahnen. Deswegen versuche ich meine Familie und mich so gut es geht und so angenehm wie möglich durch unsere kleine Welt vor Ort zu manövrieren.

Bringe meiner Tochter bei, anständig und ehrlich mit anderen Menschen umzugehen. Aber leider auch, nicht jedem sofort und bedingungslos zu vertrauen. Aber, dass es wichtig ist, sich um die kleinen Dinge zu kümmern, die sie selbst beeinflussen kann und die direkten Einfluss auf sie haben werden.

Mehr kann ein einzelner Mensch in dieser Welt nicht tun. Ob er „Bescheid weiß“ oder nicht. Mir sind meine Gesundheit und Nerven zu schade, als dass ich mich noch weiter über Politiker, Vorstände, Diktatoren oder andere Spacken aufregen soll.

Und nein. Nicht mehr wissen wollen, was in der Welt passiert, hat nichts mit Ignoranz zu tun. Für mich ist es Selbstschutz.

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