Jammerlappen

Mich kot­zen die­se Meldungen um die Wirtschaftskrise gewal­tig an. Alle wei­nen und jam­mern über ihre Milliardenverluste auf sehr, sehr hohem Niveau.

In Afrika und vie­len ande­ren Ländern ver­hun­gern unzäh­li­ge Menschen und die Börsensäcke heu­len dar­über, dass sie sich nun einen Maserati weni­ger leis­ten können.

Aber auch vie­le, die in Wertpapiere inves­tiert haben win­seln vor sich hin. Ja, einen Haufen Geld zu ver­lie­ren ist Mist. Aber seid Ihr nun arm? Liegt Ihr auf der Straße und habt nichts mehr zu essen?

Nein.

Diejenigen, die sich Aktien leis­ten kön­nen, haben sicher auch einen Job und wer­den den nächs­ten Monat davon ihre Miete und ihren Lebensunterhalt bezah­len kön­nen. Und die Internetverbindung, das Smartphone, Klamotten, IKEA-Möbel...soll ich wei­ter aufzählen?

Natürlich müs­sen nun die­je­ni­gen die Suppe aus­löf­feln, die an der beschis­se­nen Wirtschaftskrise kei­ne Schuld haben. Eben all die klei­nen Arbeiter und Angestellten in Europa und den USA.
Aber mal im Ernst: unse­re Großeltern haben im und nach dem Krieg viel schlim­me­re Zeiten über­stan­den. Ihr wür­det kei­nen Tag durch­hal­ten, wenn Ihr im Sudan leben müsstet.

Also hört end­lich auf Eurem erbärm­li­chen Geld nach­zu­wei­nen und kommt auf den Boden zurück.

Kommentare

  • Nicht umsonst heißt es immer „jam­mern auf hohem Niveau”. Da ist schon was dran ...

  • So wahr und so auf den Punkt gebracht! Jeder soll­te sich die­sen Artikel mal durch­le­sen und einen Moment lang ver­su­chen nachzudenken!