Was sind die wirklichen Katastrophen?

Die Naturereignisse in Japan und die damit ein­her­ge­hen­de Katastrophe für die dort leben­den Menschen ist dra­ma­tisch und erschüt­ternd. Keine Frage.

Ich tren­ne bewusst „Naturereignis” von „Katastrophe”. Für uns Menschen mag dies eine sein, doch natur­be­ding­te Ereignisse sind erst ein­mal eben ein­fach ganz natür­lich. Die Katastrophe ist es nur für uns.

Okay, Haarspalterei für den einen, eine wich­ti­ge Betrachtung für mich. Die Natur ist nicht „böse”. Sie will uns nicht absicht­lich Schaden zufü­gen. Wir soll­ten das nicht ver­ges­sen. Wir sind hier nur Gäste auf die­ser Erde.

Nichtsdestotrotz, wenn man die Ereignisse in den Medien ver­folgt hält man schon den Atem an.
Ja, ich traue­re mit den vie­len Opfern und deren Angehörigen, den­noch ist es etwas, dem wir Menschen nahe­zu macht­los gegen­über­ste­hen. Wir müs­sen damit leben.

Aber nicht so bei vie­len ande­ren „hand­ge­mach­ten” Dingen, die ähn­lich schreck­li­che Ausmaße anneh­men, wie Kriege, Hunger, Unterdrückung. Seltsam, dass hier­bei die Erschütterung und Anteilnahme weni­ger groß sind.

Die aktu­el­len Vorgänge in Ägypten und  Libyen tre­ten der­zeit ob der Naturereignisse in den Hintergrund, sind jedoch weit­aus wich­ti­ger ein­zu­stu­fen. Zumindest sehe ich das so. Und die­se Umstürze in der ara­bi­schen Welt sind nur ein Thema von vie­len anderen.

Die Natur kön­nen wir nicht bän­di­gen. Diktatoren und schwach­sin­ni­ge Machthaber schon.

Hier soll­ten wir hin­schau­en. Immer. Jederzeit.

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