Handbuch für neue Follower

Ich werde immer wieder gefragt – auch im Real-Life – warum ich bei Twitter bin.
Man kann das in wenigen Worten gar nicht beschreiben.
Twitter ist cool. Twitter ist sinnlos. Twitter macht Spaß. Twitter ist ein Zeitfresser. Twitter ist interessant. Twitter ist spannend. Twitter ist inspirierend. Twitter ist anstrengend.
Twitter ist wie das wirkliche Leben mit der Option abzuschalten.
Aber: Twitter macht süchtig.

Warum andere bei Twitter sind und was sie motiviert bestimmten Leute zu folgen oder eigene Tweets zu schreiben, ist wahrscheinlich auch nicht eindeutig festzuhalten.

Ich bin dort um mit den Menschen hinter den Avataren gemeinsam vermeintlich unsinnigen Kram zu schreiben. Mich reizen, die Wortspielereien, das verbale Spiel mit den Emotionen ohne diese pur in die Timeline zu kotzen. Die Gedanken und Weisheiten zu allerlei Themen. Mich bewegt, wie die Tweeties mit aktuellen Themen in, um und um die Welt herum umgehen. Ich fühle mich unter Gleichgesinnten. Mich interessiert es zu sehen, was andere mit den Interessen tun (oder lassen), die mich ebenfalls motivieren (Fotografie, Kunst, Design, Schreiben, halt einfach kreativ sein.)

Und ich möchte schmunzeln und lachen können.

Ich fasse alles mal zusammen in einer 20-Punkte-Liste und bitte dies zur Kenntnis zu nehmen:

  1. Ich folge nur Leuten, dessen Tweets mich interessieren, die kreativ schreiben oder lustig sind.
  2. Ich interessiere mich für Tweets, die zu spannenden Blogartikeln, Portfolios, Tutorials o.ä. führen.
  3. Mich interessiert es nicht, was Ihr gerade esst, scheißt oder wo Ihr schon wieder Pickel entdeckt habt.
  4. Mich interessiert auch nicht, wo Ihr gerade seid.
  5. Ja, ich liebe Wortspiele, deswegen mache ich auch gerne bei Meme mit.
  6. Ich kommuniziere auch mit Euch, aber ich halte mich an die inoffizielle Regel „Twitter ist kein Chat“
  7. Ich folge nicht automatisch zurück.
  8. Ich blocke und melde Bots und Spammer.
  9. Ich möchte, dass meine Tweets ernsthaft Beachtung finden und gelesen werden.
  10. Ich erwarte Feedback. Als RT oder Fav oder Reply. Ich tue das auch.
  11. Ich selbst tweete keinen Privatkram höchstens „um die Ecke“ mit entsprechendem Sarkasmus und Ironie.
  12. Ich tweete nicht, wo ich bin, was ich esse, welche Pickel ich gerade habe.
  13. Ich setze Sterne an Tweets, die ich gut finde, zur Bestätigung der gleichen Meinung zu sein oder den Inhalt befürworte.
  14. Ich retweete, um damit meine gleiche Meinung zu bestätigen, um andere in den Genuß des Tweets zu bringen und um auf den Tweety aufmerksam zu machen.
  15. Sagte ich das schon? Ich folge nicht automatisch zurück.
  16. Ich lese selbst die früheren Tweets anderer bevor ich folge. Das erwarte ich auch von meinen Followern.
  17. D.h. sinnloses Follow-Hopping wird mit Block bestraft. Also überlegt Euch vorher, ob Ihr folgt, entfolgt, folgt…
  18. Es gibt Ausnahmen, bei Followern, die mir sympathisch sind, aber…
  19. …ich entfolge sobald ich längere Zeit Uninteressantes lese.
  20. Neue Follower packe ich in eine Liste, um mir anzusehen, was Ihr so schreibt. U.U. folge ich dann auch zurück, wenn die obengenannten Punkte erfüllt sind.

Wenn all das zusammenpasst, dann macht mir mit Euch gemeinsam zu twittern Spaß.

Achja: Und seid nett zueinander.

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