Inception oder „Man könnte mehr aus so einem Stoff machen”

Ich will hier gar kei­ne epi­sche Rezension über einen Film ver­fas­sen, der in den letz­ten Wochen wohl schon genug Lor- oder Himbeeren bekom­men hat.
Es ist ein­fach mei­ne ganz klei­ne per­sön­li­che Einschätzung.

Inception war cool, schnell, span­nend und mei­nes Erachtens der inter­es­san­tes­te Stoff die­ser Art seit Matrix. Schauspielerisch gut umge­setzt. Obwohl mich Yussuf schwer an Adel Tawil von „Ich und Ich” erinnerte.
Dennoch, die Illusionen waren...nein, nicht perfekt.

Man hät­te aus dem Thema mehr machen kön­nen. Entweder Christopher Nolan woll­te eine action­schwan­ge­re „Handlung” oder die Produktionsfirma eine mög­lichst gro­ße Zielgruppe oder das Budget für die Special Effects war zu knapp bemessen.
Ich stell­te mir mehr sub­ti­le, traum­ar­ti­ge Effekte und Szenen vor. Noch mehr Verwirrung nicht mehr zu wis­sen, ob man nun in Traum oder Wirklichkeit verweilt.
Die Ballereien domi­nier­ten am Ende zu sehr das Geschehen, für mei­nen Geschmack.

Spannend war’s. Keine Frage. Aber das hat­te ein Alfred Hitchcock à la Vertigo — ich den­ke damit ist dies in etwa ver­gleich­bar — eben­falls geschafft. Und ohne einen ein­zi­gen Schuß abzugeben.
Und dann fehlt mir am Schluss etwas: es hät­te die Handlung zwar nicht wesent­lich wei­ter­ge­bracht, doch waren die Totems Schlüsselelemente. Wieso hat man Ariadne an ihrer Schachfigur auf­fäl­lig fei­len las­sen und ließ sie es dann nicht einsetzen?
Das Ende offen zu las­sen und auch nicht auf­zu­lö­sen, wie und wie­so Cobb dann doch in der Realität(?) auf­wacht, las­se ich mir gefal­len. Da kann sich jeder selbst den Schluß träu­men, wie er es braucht.

Yada yada yada, genug gestän­kert. Ich fand ihn unter­halt­sa­mes und span­nen­des Kino, auch wenn man das Thema pas­sen­der hät­te umset­zen können.
Ob Nolan sich mit dem Schluß die Option auf einen zwei­ten Teil offen hält, bleibt mal so im Raum stehen.
Achja, und Tom Berenger ist unglaub­lich alt und fett gewor­den, oder!?

Was sagt ihr zum Film?

Kommentare

  • Nein, ich mein­te nicht den „Stoff” des Vorhangs vor der Leinwand (s.Bild)