Offline-Wanderung

Wir waren heu­te auf einer unfrei­wil­li­gen Waldwanderung in der Rheinhessischen Schweiz unterwegs.
Ohne iPhone, ohne Foursquare, ohne GPS, ohne elek­tro­ni­schen Firlefanz. Einfach voll Lotte offline.
Da hat sich aus­ge­zahlt, dass ich als Kind schon total nerdig war und kein YPS mit Gimmick aus­ge­las­sen hat­te. Die brach­ten hin und wie­der die Überlebens- und Wildnisserie mit Plastik-Kompass, Überlebenshandbuch und Müllbeutelzelt.

Habe davon zwar nix mehr, aber die Survival-Tipps alle noch in mei­nem gro­ßen männ­li­chen Gehirn gespei­chert. Kaum in der Wildnis, fern ab jeg­li­cher Zivilisation rief ich das alles fast auto­ma­tisch wie­der ab. Vor allem wie man sich im Wild Life ori­en­tiert. Nach Sonne, Mond und Sterne.

Okay, gut.
Die Sonne stand senk­recht und Sterne waren halt lei­der nicht vie­le da, so zur Mittagszeit. Die Schweine.
Daher war’s ganz gut, dass mei­ne Liebste Wanderkarte und Magnetkompass ein­ge­packt hatte.

War schon komisch so ohne Twitter, Handycam und GPS-Tracker.
Aber trotz­dem irgend­wie herr­lich retro und urtypisch.

Doof nur, dass ich dies­mal auch auf die Kameraausrüstung ver­zich­tet hat­te. Wollte die dies­mal nicht rumschleppen.
Und ein biss­chen wurmt mich das im Nachhinein, da ich tau­sen­de Motive ent­deckt hat­te. Und dann kein Auslöser unter dem Zeigefinger.
Beim nächs­ten Mal aber, sind die Gadgets wie­der am Mann.
Aber sowas von.

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