Der Weg des geringsten Widerstands

Politiker gehen ihn ger­ne, die­sen Weg. Okay, es liegt in der Natur des Menschen sich mög­lichst wenig Stress zu machen und unan­ge­neh­me Dinge auf ver­hält­nis­mä­ßig ange­neh­me Weise zu erle­di­gen. Doch bei Politikern, die ja genau­ge­nom­men unter ande­rem den Auftrag haben Verantwortung für den Schutz und das Wohlbefinden des Volkes zu über­neh­men, ist dies schon symptomatisch.
So auch bei­spiels­wei­se bei Frau Ursula von der Leyen, ihres Zeichen Familienministerin. Sie schlug jüngst tat­säch­lich vor, Kinder und Jugendliche als Jugendschutzgesetzspitzel zu „miß­brau­chen”, um den wider­recht­li­chen Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Kinder und Jugendliche aufzudecken.
Nichts dage­gen zu sagen, daß man mit Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz in die­ser Hinsicht ein­däm­men soll­te, doch, lie­be Frau von der Leyen, bit­te LANGFRISTIG den­ken. Aber das ist schwer, ich weiß.
Nur mal zum lang­sam mitschreiben:
Wo sol­len denn all die Jugendlichen her­ge­nom­men wer­den, um nur einen Bruchteil der Märkte und Läden des Einzelhandels zu „bespit­zeln”? Ist es nicht eben­falls mora­lisch ver­werf­lich, daß Jugendliche gera­de für DAS her­hal­ten müs­sen? Ungesetzliches Verhalten mit Kontrolle, um unge­setz­li­ches Verhalten aufzudecken?

Also, im Ernst, es gibt sicher ande­re, viel­leicht etwas umständ­li­che­re Wege, sol­chen Problemen Herr zu werden.
Zum Beispiel könn­te man nach ame­ri­ka­ni­schem Vorbild rei­ne Spirituosen- und Tabakläden ein­füh­ren, die man nur als Volljähriger betre­ten darf. Übrigens, soll es das in Deutschland auch schon ein­mal gege­ben haben. Supermärkte könn­ten hier­für auch ent­spre­chen­de „Alkohol und Tabak-Séparées” ein­füh­ren, wo Käufer Ihr Alter per Ausweis legi­ti­mie­ren müssen.

Auch wenn ande­re Lösungen wahr­schein­lich schwie­ri­ger umzu­set­zen sind, könn­te man die Probleme aber eher lang­fris­tig in den Griff bekom­men. Naja, im Moment ist die Sache wahr­schein­lich erst ein­mal wie­der vom Tisch
Bleibt trotz­dem die Frage für zukünf­ti­ge poli­ti­sche Geistesblitze:
Wer schützt Jugendliche eigent­lich vor solch bescheu­er­ten Ideen?

Kommentare

Keine Kommentare.