Killerspiele

Traurig aber wahr. Wieder töten wildgewordene Amokläufer. Und wieder diskutieren Politiker über Verbote. Und wieder einmal zu spät.
Wie? Was? Irgendwelche Schlagzeilen übersehen?

Ja, im Ernst.
Der Mensch läuft seit Jahrzehnten als Klimakiller Amok. Nun sind bereits einige Kinder in den Brunnen gestoßen und CO2 kippt Klima und Wetter über die Rehling.
Immer mehr sogenannte Experten schlagen die Hände überm Kopf zusammen, um sich gleich darauf damit die restlichen Haare zu raufen und Politiker schreien nach Verboten.
In Deutschland haut man den Autoherstellern auf die Finger, sie sollten doch endlich Autos bauen, die weniger CO2 emittieren. Die Rufe nach Ersatztreibstoffen, wie Erdgas werden lauter und Sonneblumenpolitik hat bald schon wieder Höhenflug.
Manchen wäre ein Verbot von kohlendioxidaustoßender Technik das Allerliebste, doch wird auch hierbei an der Realität vorbeidebattiert.
Wahrscheinlich kramen die Autohersteller schonmal in den hintersten Ecken der Schubladen und pusten den Feinstaub von alten Plänen, die umweltfreundliche Technik beschreibt. Sicherheitshalber. Bevor Merkels Bande Gesetze verabschieden läßt, die den Ab- und Umbau herkömmlicher Verbrennungsmotoren auf die Agenda bis 2010 setzen lassen, muß man sich bereits rüsten. Schön wär’s.
Doch keine Angst, Merkel wäre schön blöd – und das sollte man nicht glauben – wenn sie sich damit den dicksten Steuerhahn überhaupt zudrehen würde.

Doch wozu dann das alles?
Es ist das gleiche, wie mit Computerspielen. Wenn alle kreischen, muß man am lautesten tönen, um das Gefühl zu vermitteln, es würde etwas getan. Politiker sitzen nicht tatenlos rum. Nein.
Doch tun sie manches erst dann, wenn es eigentlich nichts mehr zu tun gibt.
Oh, du böse Autoindustrie, wieso hast Du nicht vor 20 Jahren schon saubere Autos gebaut.
Seht was ihr nun angerichtet habt.

Von „Klimaschutz“ ist nun die Rede. Doch warum soll man schützen, was bereits schwer verletzt dahinkrepiert?
Wie wäre es mit „Klimareform“?
Das sind doch Worte die Politiker gerne schaffen. Doch wie reformiert man das Klima?
Für Politiker könnte das recht einfach sein.
Sie erhöhen einfach die Grenzwerte für den Gehalt an CO2 in der Luft oder noch besser: vergleichen die Klimaveränderungen mit der Steinzeit und zitieren Dino-Pupse als Ursache. Somit ist der Mensch als möglicher Verursacher außen vor. Entweder weil er das muffige Erbe der größten Lebewesen ertragen muß oder einfach mit der Periodizität von naturgegebenen Klimawechseln argumentiert.
Mittel- und langfristig bahnt man zwar den Weg für alternative Energien, die weniger Kohlendioxid ausstoßen. Als nächstliegender Kandidat nach Öl muß hier nun Erdgas herhalten.
Doch was politische – besonders deutsche – Reformen bringen zeigen uns ganz deutlich Rentner- und Krankenschutz. Die Dinos herrschten zwar bisher am längsten auf der Erde aber sind trotzdem ausgestorben. Und was die Alternativen angeht, sollte bitte nicht vergessen werden, daß diese Resourcen auch schon bald verpuffen.

Und was kommt dann?
Es können Wetten abgeben werden, welcher klimakillende Stoff als nächstes auf der Liste steht. Erinnert sich noch jemand an FCKW – Fluorchlorkohlenwasserstoffe? Die gehör(t)en auch (mal) zu den bösen Stoffen, die das Ozonloch verursach(t)en.
Politik braucht immer einen Buhmann, das Böse, das man für die nötige Argumentation vorschieben kann. Um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, das entsprechende Problem sinnvoll und der Masse gerecht vertreten und vor allem lösen zu können.
Am Ende ist das wie der makabre Witz mit dem Loch in der Wiese. Auf einer Seite wird ein Schild aufgestellt, das vor dem Loch warnt und von der anderen Seite fällt man rein.

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