Die Rente bleibt „sischer”

Fast pünkt­lich zur besinn­li­chen Adventszeit ist Wünschen in Deutschland wie­der groß geschrieben.
Denn die der­zei­ti­gen Beschlüsse der Bundesregierung las­sen alle­mal zu Wünschen übrig.
Alt-Minister „Nobbi” Blüm hät­te sicher allen Grund zur Freude, denn wir „dür­fen” nun gesetz­lich aner­kannt bis 67 arbeiten.
Na gut, wir dür­fen auch noch län­ger arbei­ten, doch „müs­sen” Angestellte und Arbeiter bis 67 Rente zahlen.
Wie „sischer” eine Rentenzahlung ab dato dann sein wird, steht in den Sternen.
Doch bevor nun alle zum Himmel schau­en und sehn­süch­tig auf Sternschnuppen war­ten, soll­ten wir end­lich auf den Boden der Tatsachen bli­cken, denn Demografie ist gna­den­los und man weiß bereits seit...na ja, auf jeden Fall schon lan­ge, daß die Alterspyramide (eben auch schon lan­ge) kei­ne sol­che mehr ist.
Okay, eini­ge weni­ge wis­sen das. Lernte ich das zum Beispiel bereits vor rund 20 Jahren in der Schule. Bundespolitiker sind meist etwas älter als ich, daher neh­me ich an, daß deren Schulweisen noch lehr­ten, daß die jun­gen Erwerbstätigen das Rentensystem auf­recht erhal­ten werden.
Doch mitt­ler­wei­le ist die Pyramide zur Urne zer­fal­len, wor­in man die Asche der gesetz­li­chen Rente auf­be­wahrt, wie die Witwe ihren Liebsten.
Da über­ra­schen Aussagen wie

Die Rente mit 67 sei „die ehr­li­che Antwort auf die Herausforderungen unse­rer Zeit”.(Quelle: Heute.de)

oder

die gesetz­li­che Rente blei­be das Kernstück der Alterssicherung, müs­se aber zur Erhaltung des Lebensstandards durch pri­va­te und betrieb­li­che Altersvorsorge ergänzt wer­den(Quelle: Heute.de)

nur wenig, haben jedoch lei­der immer noch hohen Stellenwert.
Denn sie zei­gen, daß auch der­zei­ti­ge Politiker ent­we­der gar nix gelernt haben oder wei­ter­hin die Augen in den Himmel rich­ten und auf den Stern von Bethlehem oder die Erleuchtung hoffen.

Das „Kernstück” jeg­li­cher „Herausforderung unse­rer Zeit” soll­te in Deutschland jedoch end­lich die Abkehr vom ver­gam­mel­ten Rentensystem Bismarcks sein. Doch Angie, Münte und der Rest der Rasselbande küm­mert dies wenig, denn die brau­chen sich wegen finan­zi­el­ler Alterversorgung kei­ne Sorgen zu machen. Genauso alle, die sich eine pri­va­te Absicherung leis­ten kön­nen oder sowie­so „voll hängen”.
Denn genau die sind es näm­lich auch, die nicht bis 67 arbei­ten müss­ten und unter Umständen die Rentenurne trotz­dem belasten.

Aber was rede ich. Ist doch alles ein alter Hut und in der Hinsicht wur­den die Deutschen vor lan­ger Zeit bereits 16 Jahre lang „verKohlt”, obwohl in der Zeit bereits ein Umdenken und ‑len­ken not­wen­dig war.
Was nützt Jammern, auch wenn wir Deutschen das am bes­ten kön­nen, doch dafür gibt es kein Geld.
Also, ran an die Arbeit und klot­zen, damit wir im Alter ab 67 so rich­tig schön kle­ckern können.
Für mehr wird es dann näm­lich nicht reichen.

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