Wer im Dunkeln sitzt…

…sollte besser die Hand von den Augen nehmen.
Doch bei e.on geht man lieber treu nach dem Motto „Augen zu und durch“.
Im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn da hat man einfach mal für ein belangloses Kreuzfahrtschiff in weiten Teilen Europas das Licht ausgeknipst.
Ohne Vorwarnung wohlgemerkt, denn erst jetzt scheint sich e.on selbst für den Grund des Stromausfalls zu bekennen.
Doch stellt man sich hier vollkommen unbekümmert. Zitat:

Die Abschaltung der Leitung sei zuvor simuliert worden, um Auswirkungen auf andere Stromleitungen herauszufinden. Demnach sei die Belastung der übrigen Leitungen verantwortbar gewesen.“ (Quelle: Spiegel Online)

Und noch besser: man sei sich „bewußt gewesen“, daß Millionen Menschen ohne Strom waren. Im übertragenen Sinne könne man ja froh sein „nur“ eine und nicht eineinhalb Stunden im Dunkeln zu sitzen.

Na ja, im Dunkeln zu sitzen ist ja noch nicht einmal weiter schlimm.
Doch macht es schon einen Unterschied, ob ich nun eine halbe Stunde länger im Aufzug stecke, in einer Schwebebahn über’m Fluß, mitten auf der Strecke in einem E-Zug, im U-Bahntunnel oder auf der Rolltreppe (ups!).
Oder wenn es mir kurz vor Ende des Films im Kino plötzlich schwarz vor Augen wird ist das sehr ärgerlich. Wenn mir jedoch schwarz vor Augen wird, weil dem Chirurg beim Routineeingriff im Dunkeln das Messer abrutscht, das ist dann schon ziemlich peinlich.

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