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PDF-Formular-Daten speichern. Aber wie?

Genau diese Frage stelle ich mir gerade.
Aber lasst mich von vorn anfangen:

Ich erstellte mit dem Adobe LiveCycle Designer ein dynamisches PDF-Formular, welches im Internet zum Download angeboten wird. Darin sollen Benutzer ihre Eingaben mit dem Adobe Acrobat Reader (ab Version 7.0.5) erfassen und diese dann an eine E-Mail– oder Postadresse weiterleiten.
Dazu wurde eigens ein Drucken-Button angelegt, womit man die Druckfunktion aufrufen und das PDF samt Eingaben des Nutzers ausdrucken kann.
Desweiteren ein E-Mail-Button, der — im Normalfall — mittels des installierten E-Mail-Clients des Benutzers eine neue Nachricht erstellt und automatisch eine XML-Datei mit den eingegebenen Daten anhängt. Die Nachricht kann dann mit den Daten an eine vorgegebene Adresse gesendet werden.

Soweit die Theorie, die sich in einem Großteil der Praxis auch bestätigt hat.

Leider jedoch nicht bei allen.

Bei manchen funktioniert das automatische Öffnen einer neuen E-Mail mit Anhang wohl nicht. Warum, kann ich nicht nachvollziehen.
Nun ist es per se leider nicht möglich eine PDF mit eingegebenen Daten beim Benutzer abzuspeichern.

Daher nun meine Fragen (Update: Lösung zu Frage 2 siehe unten):

  1. Worin könnte das Problem bestehen, dass manche die XML-Datei nicht versenden können?
  2. Gibt es eine Möglichkeit das Formular so zu erstellen, dass der Benutzer, der lediglich einen Adobe Acrobat Reader hat, das PDF samt eingegebenen Daten oder NUR die Daten speichern kann?
  3. Welche Alternative kann einem Benutzer unter anderem angeboten werden, damit man die Daten auf recht einfachem Wege speichern, senden oder irgendwie ablegen kann ohne sie auszudrucken?

Mir sind zwar ein paar Alternativen bekannt und ich habe natürlich selbst bereits gegoogelt, aber komme irgendwie nicht auf eine brauchbare Lösung oder sie sind nicht in meinem Rahmen umsetzbar. Ich habe zwar bereits noch Dinge gefunden, die ausprobierenswert wären, aber ich hatte bisher nicht die Gelegenheit dazu. Ich möchte aber erstmal nicht darauf verweisen, denn…

…nun seid Ihr gefragt: da draußen gibt es doch bestimmt DEN PDF-Gott oder DIE PDF-Göttin, der/die sicher eine Lösung kennt. Oder seid einfach kreativ.

Nutzt als Antwortmöglichkeit bitte die Kommentare. So haben evtl. auch andere etwas von Euren Lösungsansätzen.

Also bitte weitersagen, ich brauche eine Lösung so schnell wie möglich.

Vielleicht denke ich mir für den Finder einer brauchbaren Lösung, die ich dann nutze, eine Kleinigkeit aus. Mal schauen.

Vielen Dank.

Lösung zu 2.

Die Frage 2 ist beantwortet.
Sinnvollerweise hat Adobe die Sache für den ambitionierten Trottel (wie mich) etwas umständlich gelöst, daher erschließt es sich nicht sofort, obwohl es eine vergleichsweise einfache Lösung ist.

Nachdem man die Formulare mit dem LiveCycle Designer erstellt hat, kann man diese in Acrobat (Version 9, nicht Reader) öffnen und dort die „Funktionen in Adobe Reader erweitern”. Unter „Erweitert” befindet sich der entsprechende Menüpunkt:

Im folgenden Dialog werden diese erweiterten Funktion aufgelistet und man kann damit das Dokument erneut speichern.

Somit ist das Speichern der Datei mit vom Benutzer eingegebenen Formulardaten möglich.

Der Haken bei dieser Vorgehensweise ist, dass beim nachträglichen Bearbeiten des Formulars im LiveCycle Designer, diese Erweiterung wieder rückgängig gemacht und mit einer entsprechenden Meldung kommentiert wird.
Nach Ändern eines Formulars im Designer muss man somit in Acrobat erneut die Funktionen freischalten.

Dies löst zwar noch nicht das Problem mit dem fehlerhaften Versenden (siehe Frage 1), gibt dem Benutzer aber den Spielraum die Datei manuell an eine E-Mail zu heften. Damit ist das Problem grundsätzlich erst einmal gelöst.

Nochmal vielen Dank an alle, die die Fragen weitergeleitet und mir ein paar Tipps und Infos gegeben haben. Ein sachdienlicher Hinweis kam von Henning (s.u.). Danke.

 

Tweetklau und die Selbstjustiz — Ein Interview

Die Diskussionen um Tweetklau bei Twitter reißen nicht ab. Um unseren Lesern etwas Klarheit darüber zu verschaffen, haben wir heute jemanden eingeladen, der an vorderster Front gegen Tweetklau kämpft. Er ist Mitglied der sogenannten Twolizei, einer Art selbsternannter Twittermiliz, die über Tweetklau wacht und diese aufdeckt.
Seinen Namen haben wir bewusst unkenntlich gemacht, damit er und seine Arbeit geschützt bleiben.

Herr WortMonsteR, Sie sind nun also eine Art Twitter-Polizist und ermitteln verdeckt. Nennen Sie doch bitte Ihre Motivation. Warum arbeiten Sie für die Twolizei?

WortMonsteR: Es gibt eine Menge Twitterer, die bewusst und vorsätzlich gute Tweets suchen und diese gezielt als ihre eigenen verwenden. Oftmals erhalten sie dafür sehr viele Sterne bei Favstar. Nennen aber nicht die Quelle des ursprünglichen Textes. Das finden wir bei der Twolizei und auch viele andere Twitterer eben nicht in Ordnung und das wollen wir daher auch bekämpfen.

Sie wurden jedoch nicht von anderen Twitterern dazu ausgewählt oder ermutigt dies zu tun. Oder etwa doch?

WortMonsteR: Wir bekommen durchaus einigen Zuspruch und es sind viele, die uns dabei unterstützen faule Tweets ausfindig zu machen.

Das ist verständlich, aber es hat Sie niemand dazu aufgefordert, geschweige denn in dieses Amt gewählt. Es ist Ihre eigene Intiative diese Aufgabe für die Allgemeinheit zu tun.

WortMonsteR: Ja, so kann man das schon sagen. Wir sind quasi selbst auf die Idee gekommen.

Was unsere Leser interessiert: wie stellen Sie zweifellos fest, dass Tweets kopiert sind?

WortMonsteR: Naja, die meisten bekomme ich von anderen Twitteren zugesandt. Doch sehr viele finde ich selber und vergleiche diese dann mit älteren Tweets. Zum Beispiel, indem ich danach suche.

Verstehe ich das richtig? Sie sitzen also vor Twitter und suchen nach Tweetduplikaten?

WortMonsteR: Im Grunde ja. Wenn mir nicht jemand den Hinweis gibt. Das kommt öfter vor.

Ist das nicht mühsam? Sie müssen ja jedes Mal vergleichen, ob die Tweets wirklich kopiert sind. Könnte es nicht auch zufällig ähnlich sein?

WortMonsteR: Also wortgetreue Kopien sind doch zweifellos geklaut. Bei ähnlichen ist meist auffällig, dass nur ein paar Wörter verändert wurden, aber ansonsten es der gleiche Tweet ist.

Sie können das einfach so beurteilen?

WortMonsteR: Ich denke schon.

Ich hörte schon häufiger, dass man oftmals einen sehr guten Tweet liest, davon so beeindruckt ist, dass er sich im Unterbewusstsein festsetzt und dann einige Zeit später als Tweet ins Bewusstsein gelangt, der augenscheinlich aus der eigenen Idee entsprungen ist. Ich hörte auch davon, dass manchmal sogar der Wortlaut identisch ist. Was halten Sie davon?

WortMonsteR: Das hörte ich auch schon und in gewisser Hinsicht passiert mir das auch.

Achja?

WortMonsteR: Natürlich, das ist doch klar, aber ich suche auch immer drei Beispiele, die höchstens 1 Monat alt sind. Irgendwann ist leider alles kein Zufall mehr.

Da hörte ich aber auch schon anderes. Viele großartige Twitterer, die durchaus in der Lage sind eigene gute Tweets zu schreiben, ertappt man immer wieder, dass sie Tweets vermeintlich geklaut hätten. Da spielt auch der zeitliche Abstand keine Rolle.

WortMonsteR: Aber drei Kopien in einem Monat, kann kein Zufall mehr sein. Das ist Absicht.

Und wegen drei Tweets in einem Monat, die offensichtlich kopiert sind, stellen sie denjenigen Twitterer an den Pranger?

WortMonsteR: Wenn ich dahinter ein System erkenne, ja.

Nun haben Sie jüngst einen Twitterer, der seit gut 2 Jahren dabei ist, des Tweetklaus bezichtigt, sodass er frustriert aufgab und seinen Account löschte, obwohl zuvor mehrere Tausende seiner Tweets eindeutig selbstgeschrieben waren und nun wurde er wegen drei Tweets abgemahnt. Wie rechtfertigen Sie das?

WortMonsteR: Er fiel eben in der letzten Zeit mit einer bestimmten Anzahl kopierter Tweets auf. Dann kommt er an den Pranger.

An einen Pranger, der angeführt wird von echten und berüchtigten Tweetplagiatoren wie dem @hierwirdslustig. Ist das nicht ein wenig übertrieben?

WortMonsteR: Das sehe ich nicht so.

Viele, die ich zu diesem Fall befragte, versicherten mir, dass der besagte Twitterer ihrer Meinung nach über jeden Zweifel erhaben sei, man ihn bereits länger kenne und nicht zu den kategorischen Tweetklauern zählt.

WortMonsteR: Bis einer 20 Leute umbringt, war er auch immer ganz nett. Scheiß Vergleich, aber passt wie Faust auf Eimer.

Das ist, mit Verlaub, ein sehr krasser Vergleich. Sie setzen Tweetklau mit Mord gleich?

WortMonsteR: Mal ohne Jux: Er kann ja ein toller Mensch sein. Aber mit dutzenden fremden Tweets schön Favs, RTs und Follower abzusahnen, ist Mist.

Sie weichen meiner Frage aus. Stellen Sie Tweetklau mit Mord auf eine Stufe?

WortMonsteR: Es ist nach deutschem Recht ein Verbrechen gegen das Urhebergesetz.

Das ist in der Tat ein Argument, aber es mit Mord gleichzusetzen ist mehr als hanebüchen.

WortMonsteR: Es ist ein Verbrechen.

Nehmen Sie Twitter da nicht ein bißchen zu ernst?

WortMonsteR: Nein, es ist ein Verbrechen.

Na, gut. Wie dem auch sei. Sie werden also weiterhin motiviert genug sein, Ihre Zeit mit der Suche nach Tweetkopien zu verplempern, nehme ich an?

WortMonsteR: Ich bin nicht ganz normal. Darum bin ich bei Twitter und ich habe eben den ganzen Tag nix zu tun.

Wie wäre es für Sie, zur Abwechslung selbst mal ein paar gute Tweets zu schreiben? Oder mit Arbeit? Oder einem Hobby? Etwas, was anderen Menschen Freude bereitet und sie nicht denunziert. Wäre das nichts für Sie?

WortMonsteR: Ich verstehe die Frage nicht.

Das überrascht mich nicht. Vielen Dank für das Gespräch, Herr WortMonsteR.

Ich denke, das wird weiterhin ein brisantes Thema bleiben. Wie denken Sie darüber?
Schreiben Sie uns in die Kommentare.
Bis demnächst und schönen Gruß.

Herrmann und die Fliegen

Und dann war da noch Herrmann, der mit großer Begeisterung eBooks las und früher ebenso begeistert Fliegen mit der zusammengerollten Tageszeitung erschlug. Seit er sich einmal die Zeitung auf den eBook-Reader heruntergeladen hatte, liest er wieder bedrucktes Papier.