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16.-20. Türchen: Winterwunderschland

Wir haben deutsche Autofahrer gefragt:

Wie bereiten Sie sich auf den Winter vor?

Die Antworten:

  • Winter??? (54%)
  • MIMIMIMIMIMIMIMI (33%)
  • Wir werden alle sterben (10%)
  • YEAH! Let’s slide. (3%)

15. Türchen: Everlasting Kitschmas

Ein weiser Mann sagte einmal:

Man sollte Weihnachten nicht vor dem Heilig Abend loben.”

Oder so ähnlich.
Aber sollte ich tatsächlich davon verschont bleiben? Verschont von Bindehaut reizenden Weihnachtshausverunschönerungen? Verschont von Ohrenschmalz fördernden Weihnachtsdissonanzen?

Auf meinem täglichen Weg nach und von Canossa über Pontius und Pilatus, zu Hinz und Kunz ist mir bisher nur wenig, ja erstaunlich wenig Geschmück an diversen Platten-, Einfamilien– und Sozialbauten aufgefallen. Kein hektisches Geblinke, keine Lichtorgien, keine aufgeblasenen Schneemänner, keine nur wenige Reinhold-Messner-Nikoläuse. Ist dies nun wirklich in Zeichen der Krise?
Wenngleich Baumarkt– und KIK-Dekorationen für die weihnachtliche Fassade den meisten noch aus dem letzten und vorletzten Jahr vorrätig sein sollten.

Und nicht nur optische Reize blieben bisher aus. Auch aus Kakophonien ist nicht viel zu hören. Keine mit Klingglöckchen gesampelten Rock– und Popsongs. Ja, selbst den all die Jahre immer wieder das Trommelfell ausleiernden George hörte ich seit „letzte Weihnachten” nicht mehr.

Habe ich nur unbändiges Glück?
Halte ich mich unbewußt von all dem antiweihnachtlichen Kitsch fern?
Oder sind die Menschen endlich geläutert, von all dem Krampf, der Weihnachten und Advent regelrecht verhöhnt?

Ich hoffe es.
Wie gesagt. Es sind noch rund 9 Tage bis Heilig Abend.
Das schaffe ich. Ich muss es schaffen.

12.-14. Türchen: Schneeflöckchen, Weißröckchen???

Unser Herbst ist ein grau angestrichener Sommer.

Heinrich Heine hätte mir hoffentlich verziehen, dass ich seine geflügelten Worte so schändlich abwandelte. Jedoch waren zu seiner Zeit wohl die Jahreszeiten auch schon nicht so, wie wir sie in unserer Vorstellung gespeichert haben. Ich frage mich nur, woher unser Bild der Jahreszeiten kommt. Das bestehende Klischee der unterschiedlichen saisonalen Wetterbedingungen müsste doch längst ausgerottet sein. Jedes Jahr regen wir uns erneut über kalte, regnerische Sommer, zu warme und schneearme Winter auf…

Oh, Moment mal. Stimmt gar nicht. Wir regen uns doch eher darüber auf, wenn der Sommer zu heiß und der Winter zu kalt ist. Oder doch umgekehrt?
Es scheint als täte das Wetter genau das, was wir auch erwarten: es ist unschlüssig. Das wird in Deutschland wohl auch immer so bleiben.

Wie es auch schon bei Heine war.