12.-14. Türchen: Schneeflöckchen, Weißröckchen???

Unser Herbst ist ein grau angestrichener Sommer.

Heinrich Heine hätte mir hoffentlich verziehen, dass ich seine geflügelten Worte so schändlich abwandelte. Jedoch waren zu seiner Zeit wohl die Jahreszeiten auch schon nicht so, wie wir sie in unserer Vorstellung gespeichert haben. Ich frage mich nur, woher unser Bild der Jahreszeiten kommt. Das bestehende Klischee der unterschiedlichen saisonalen Wetterbedingungen müsste doch längst ausgerottet sein. Jedes Jahr regen wir uns erneut über kalte, regnerische Sommer, zu warme und schneearme Winter auf…

Oh, Moment mal. Stimmt gar nicht. Wir regen uns doch eher darüber auf, wenn der Sommer zu heiß und der Winter zu kalt ist. Oder doch umgekehrt?
Es scheint als täte das Wetter genau das, was wir auch erwarten: es ist unschlüssig. Das wird in Deutschland wohl auch immer so bleiben.

Wie es auch schon bei Heine war.

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