Der Tanz der Doppelmoral

Nun haben die Amerikaner ihre Genugtuung für 9/11.
Osama Bin Laden ist angeblich tot und besonders in den USA bricht Freudentaumel aus.

Was ich da sehe ist ein Tanz der Doppelmoral, der mir Parallelen zu den „fanatischen“ US-Flaggenverbrennungen in der islamischen Welt suggeriert.
„Aber nicht doch. Der Osama war ja der Böse und wir die Guten. Damit ist das doch völlig legitim.“

NEIN!
Ist es nicht.
Ja, Osama Bin Laden war für die westliche Welt der Kopf der Hydra des weltumspannenden Al-Kaida-Terrornetzes. Und sicher war er auch Orientierung und Vordenker der Anhänger des von ihm ausgesprochenen „heiligen Krieges“. Doch wer glaubt, dass mit seinem Fall dieser Terror ein Ende findet, ist entweder naiv oder völlig verblödet.
Es ist heutzutage mit Hitler im Dritten Reich, insbesondere unter den Ausnahmebedingungen eines weltweiten Krieges nicht annähernd vergleichbar. Und Nazis gibt es leider heute noch. Was nicht minder bedenklich ist.
Mit großer Sicherheit agieren die Terrorzellen des Bin Ladens dezentral und jede Gruppierung hat ihren eigenen „charismatischen“ Führer.
Außerdem hatte Osama zu Lebzeiten sehr wahrscheinlich nicht nur einen Stellvertreter. Immer damit rechnend, eines Tages umgebracht zu werden oder auch im Falle eines natürlichen Todes.

Wie auch immer.
Für mich bleiben Zweifel.
Zweifel an der Authentizität der Meldung.
Zweifel an der Art und Weise, wie hier Recht und Unrecht beurteilt wird.

Könnte Bin Laden nicht ein oder mehrere Doppelgänger haben?
Könnte dies nicht reine Propaganda der USA sein?
Wer maßt sich an, über Schuld oder Unschuld zu richten?
Wieso wirft man seinen Leichnam ins Meer ohne Unabhängige den Tod bestätigen zu lassen? Nur, um keine Pilgerstätte für seine Anhänger zu schaffen?
Woher stammt das Vergleichsmaterial, dass den DNA-Test zweifelsfrei bestätigt?

Einige von vielen Fragen, die ich mir hierbei stelle.
Ich möchte keineswegs Verschwörungsformeln herunterbeten. Ich will und kann auch keine Stellung beziehen.
Ich verabscheue Gewalt in jeglicher Weise. Und Rache ist keine Frage der Moral oder eines eigens definierten Rechtsanspruchs. Es ist schlichtweg primitiv in meinen Augen.
Für mich sind es einfache Fragen und Zweifel, die ich sowohl gegen Terror, als auch gegen die selbsternannten Moralapostel der Opposition hege.
Auf die ich jedoch sobald oder niemals eine Antwort bekomme. Leider.

„Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“

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